Urteil: Krankenkasse fordert Regress für Alkoholfahrt

Posted By Jutta On 11. März 2010 @ 14:06 In Allgemein, Gesetzlich, Rechtliches

Wenn sich ein Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung bei einer Fahrt unter Alkoholeinfluss verletzt, so muss er unter Umständen zumindest einen Teil der Behandlungskosten selbst tragen. Voraussetzung ist eine rechtskräftige Verurteilung wegen dieser Straftat.

Das Sozialgericht Dessau-Roßlau hatte über den Fall eines jungen Mannes zu entscheiden, der im Jahr 2006 mit dem Fahrzeug seines Vaters einen Unfall verursacht hatte. Gegen 22:30 kam er in einer Rechtskurve von der Fahrbahn ab. Am Rand der Gegenfahrbahn war ein Fahrzeug abgestellt, mit dem der Fahrer nun zusammenstieß. Beide Fahrzeuge wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei nahm den Unfall auf und stellte fest, dass der junge Mann viel zu schnell gefahren war. Sein Blutalkohol hatte einen Wert von mehr als 1,8 Promille. Zusätzlich würden Rückstände von Cannabis in seinem Blut entdeckt. Der Unfallfahrer musste mit dem Notarztwagen in ein Krankenhaus gebracht werden, wo seine Verletzungen mehr als zehn Tage behandelt wurden.

Strafbefehle

Insgesamt war der Mann vier Monate lang arbeitslos. Ein rechtskräftiger Strafbefehl des Amtsgerichtes Neu-Ulm ahndete das Verhalten des Unglückfahrers mit einer Geldstrafe. Außerdem wurde ihm der Führerschein abgenommen. Doch damit war der junge Mann noch nicht genug bestraft. Seine Krankenkasse teilte ihm mit, dass durch den Unfall Kosten in Höhe von knapp 9.000 Euro entstanden seien. Den Unterlagen zufolge liege die Ursache des Unfalles allein auf der Seite des Versicherten, der das Geschehen durch seinen Alkoholkonsum verursacht habe. Deshalb müsse man von ihm eine Kostenbeteiligung in Höhe von fast 2.000 Euro verlangen.

Urteil: Krankenkasse fordert Regress für Alkoholfahrt

Posted By Jutta On 11. März 2010 @ 14:06 In Allgemein, Gesetzlich, Rechtliches

Wenn sich ein Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung bei einer Fahrt unter Alkoholeinfluss verletzt, so muss er unter Umständen zumindest einen Teil der Behandlungskosten selbst tragen. Voraussetzung ist eine rechtskräftige Verurteilung wegen dieser Straftat.

Das Sozialgericht Dessau-Roßlau hatte über den Fall eines jungen Mannes zu entscheiden, der im Jahr 2006 mit dem Fahrzeug seines Vaters einen Unfall verursacht hatte. Gegen 22:30 kam er in einer Rechtskurve von der Fahrbahn ab. Am Rand der Gegenfahrbahn war ein Fahrzeug abgestellt, mit dem der Fahrer nun zusammenstieß. Beide Fahrzeuge wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei nahm den Unfall auf und stellte fest, dass der junge Mann viel zu schnell gefahren war. Sein Blutalkohol hatte einen Wert von mehr als 1,8 Promille. Zusätzlich würden Rückstände von Cannabis in seinem Blut entdeckt. Der Unfallfahrer musste mit dem Notarztwagen in ein Krankenhaus gebracht werden, wo seine Verletzungen mehr als zehn Tage behandelt wurden.

Strafbefehle

Insgesamt war der Mann vier Monate lang arbeitslos. Ein rechtskräftiger Strafbefehl des Amtsgerichtes Neu-Ulm ahndete das Verhalten des Unglückfahrers mit einer Geldstrafe. Außerdem wurde ihm der Führerschein abgenommen. Doch damit war der junge Mann noch nicht genug bestraft. Seine Krankenkasse teilte ihm mit, dass durch den Unfall Kosten in Höhe von knapp 9.000 Euro entstanden seien. Den Unterlagen zufolge liege die Ursache des Unfalles allein auf der Seite des Versicherten, der das Geschehen durch seinen Alkoholkonsum verursacht habe. Deshalb müsse man von ihm eine Kostenbeteiligung in Höhe von fast 2.000 Euro verlangen.