Studie zum aktuellen Grenzwert für das Alkohol-Abbauprodukt Ethylglucuronid (EtG) im Urin

Studie widerlegt, dass der Genuss von Traubensaft, überreifen Bananen oder Sauerkraut 24 Stunden nach deren Genuss zu falschen positiven Ergebnissen von Urintests führen kann.

Hintergrund der Untersuchung ist eine Frage, die in Fachkreisen seit längerem für Diskussionen sorgt: Ist der aktuelle Grenzwert für das Alkohol-Abbauprodukt Ethylglucuronid (EtG) im Urin angemessen? Oder ist er so niedrig, dass er schon nach dem Verzehr von Lebensmitteln mit einem geringen Alkoholgehalt überschritten werden kann?

Hintergrund: Alkohol wird von der Leber relativ schnell abgebaut. EtG lässt sich dagegen noch einige Tage nach einem Zechgelage im Urin nachweisen.  Voraussetzung für eine erfolgreiche MPU sind 6 negative Urintests innerhalb eines Jahres. Diese Tests erfolgen zufällig und werden erst 24 Stunden vorher angekündigt. Wichtig ist, dass Sie innerhalb dieser „Vorwarnzeit“ keine Lebensmittel zu sich nehmen, die Alkohol enthalten können. Dazu zählen: Sauerkraut, überreife Bananen, Traubensaft und alkoholfreies Bier, das eine geringe Menge Alkohol enthält. Einige positiv getestete  Personen behaupteten in der Vergangenheit, dass sie kurz vor dieser 24 Stunden-Frist große Mengen solcher Lebensmittel zu sich genommen hätten.

Um diese Rechtsunsicherheit zu beseitigen, überprüfte der Rechtsmediziner Professor Dr. Frank Mußhoff in einer Studie, ob die Grenzwerte in solchen Fällen tatsächlich überschritten werden. 19 Testpersonen wurden angehalten entweder drei Liter alkoholfreies Bier, zwei Liter Traubensaft, 1,3 Kilogramm Sauerkraut oder 700 Gramm Bananen zu verspeisen. In den folgenden 30 Stunden bestimmten die Forscher regelmäßig den EtG-Gehalt im Urin der Teilnehmer.

Die Forscher stellten fest, dass nach 3-7 Stunden, in einzelnen Fällen tatsächlich eine leichte Überschreitung der Mindestwerte (0,1 Milligramm pro Liter) gemessen werden konnte. Nach 24 Stunden lag der Wert von EtG allerdings stets deutlich unter diesem Grenzwert.

Angesichts dieser Ergebnisse wird empfohlen, die bestehenden Grenzwerte bei Urintests mit 24 Stunden Vorlaufzeit beizubehalten. Anders sehe es für unangekündigte Tests aus, da dort Grenzwerte überschritten werden können.

Für nähere Informationen:
Institut für Rechtsmedizin der Universität Bonn
Professor Dr. Frank Mußhoff
E-Mail: f.musshoff@uni-bonn.de

Studie zum aktuellen Grenzwert für das Alkohol-Abbauprodukt Ethylglucuronid (EtG) im Urin

Studie widerlegt, dass der Genuss von Traubensaft, überreifen Bananen oder Sauerkraut 24 Stunden nach deren Genuss zu falschen positiven Ergebnissen von Urintests führen kann.

Hintergrund der Untersuchung ist eine Frage, die in Fachkreisen seit längerem für Diskussionen sorgt: Ist der aktuelle Grenzwert für das Alkohol-Abbauprodukt Ethylglucuronid (EtG) im Urin angemessen? Oder ist er so niedrig, dass er schon nach dem Verzehr von Lebensmitteln mit einem geringen Alkoholgehalt überschritten werden kann?

Hintergrund: Alkohol wird von der Leber relativ schnell abgebaut. EtG lässt sich dagegen noch einige Tage nach einem Zechgelage im Urin nachweisen.  Voraussetzung für eine erfolgreiche MPU sind 6 negative Urintests innerhalb eines Jahres. Diese Tests erfolgen zufällig und werden erst 24 Stunden vorher angekündigt. Wichtig ist, dass Sie innerhalb dieser „Vorwarnzeit“ keine Lebensmittel zu sich nehmen, die Alkohol enthalten können. Dazu zählen: Sauerkraut, überreife Bananen, Traubensaft und alkoholfreies Bier, das eine geringe Menge Alkohol enthält. Einige positiv getestete  Personen behaupteten in der Vergangenheit, dass sie kurz vor dieser 24 Stunden-Frist große Mengen solcher Lebensmittel zu sich genommen hätten.

Um diese Rechtsunsicherheit zu beseitigen, überprüfte der Rechtsmediziner Professor Dr. Frank Mußhoff in einer Studie, ob die Grenzwerte in solchen Fällen tatsächlich überschritten werden. 19 Testpersonen wurden angehalten entweder drei Liter alkoholfreies Bier, zwei Liter Traubensaft, 1,3 Kilogramm Sauerkraut oder 700 Gramm Bananen zu verspeisen. In den folgenden 30 Stunden bestimmten die Forscher regelmäßig den EtG-Gehalt im Urin der Teilnehmer.

Die Forscher stellten fest, dass nach 3-7 Stunden, in einzelnen Fällen tatsächlich eine leichte Überschreitung der Mindestwerte (0,1 Milligramm pro Liter) gemessen werden konnte. Nach 24 Stunden lag der Wert von EtG allerdings stets deutlich unter diesem Grenzwert.

Angesichts dieser Ergebnisse wird empfohlen, die bestehenden Grenzwerte bei Urintests mit 24 Stunden Vorlaufzeit beizubehalten. Anders sehe es für unangekündigte Tests aus, da dort Grenzwerte überschritten werden können.

Für nähere Informationen:
Institut für Rechtsmedizin der Universität Bonn
Professor Dr. Frank Mußhoff
E-Mail: f.musshoff@uni-bonn.de