NEWS | URTEILE

Frankfurter Rundschau 26.02.2008

Mehr Unfälle - Aber weniger Tote auf deutschen Straßen

Wiesbaden (ap) 2007 sind so wenig Menschen im deutschen Straßenverkehr ums Leben gekommen wie nie seit der Einführung der Statistik vor 55 Jahren. Insgesamt wurden 4.970 Unfalltote gezählt, das waren 121 oder 2,4 Prozent weniger als 2006, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Nie zuvor war die 5000er-Marke unterschritten worden.

Allerdings stieg die Zahl der Unfälle und der Verletzten. Die Polizei nahm rund 2,3 Millionen Unfälle auf, 2,7 Prozent mehr als 2006. Die Zahl der Verletzten nahm um 2,2 Prozent auf 431.500 zu. Verglichen mit 1970 sank die Zahl der Toten auf weniger als ein Viertel. Angesichts der Zahlen für die ersten sechs Monate 2007 war noch eine Zunahme befürchtet worden.

In sechs Bundesländern gab es mehr Verkehrstote als im Vorjahr: So nahm die Zahl in Bremen um 19 Prozent zu, im Saarland um 11, in Bayern um 8,9, in Hamburg um 7,1, in Niedersachsen um 4,5 und in Brandenburg um 0,4 Prozent.

Prozentual am stärksten zurück ging die Zahl der Verkehrstoten in Berlin (minus 24 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (minus 22 Prozent) und in Rheinland-Pfalz (minus 18 Prozent).

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sprach von einem Erfolg dank umsichtigerer Fahrweise. „Allerdings ist jedes Opfer im Verkehr eines zu viel", sagte er. Vor allem gegen die hohe Zahl an Motorradunfällen solle mehr Aufklärung helfen.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) wies darauf hin, dass die Zahl der Verletzten immer weiter steige. „Da sollten eigentlich die Alarmglocken schrillen", sagte der stellvertretende VCD-Vorsitzende Hermann-Josef Vogt. Er verlangte Tempolimits: 120 km/h auf Autobahnen, 90 auf Landstraßen.

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Frankfurter Rundschau 26.02.2008

Mehr Unfälle - Aber weniger Tote auf deutschen Straßen

Wiesbaden (ap) 2007 sind so wenig Menschen im deutschen Straßenverkehr ums Leben gekommen wie nie seit der Einführung der Statistik vor 55 Jahren. Insgesamt wurden 4.970 Unfalltote gezählt, das waren 121 oder 2,4 Prozent weniger als 2006, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Nie zuvor war die 5000er-Marke unterschritten worden.

Allerdings stieg die Zahl der Unfälle und der Verletzten. Die Polizei nahm rund 2,3 Millionen Unfälle auf, 2,7 Prozent mehr als 2006. Die Zahl der Verletzten nahm um 2,2 Prozent auf 431.500 zu. Verglichen mit 1970 sank die Zahl der Toten auf weniger als ein Viertel. Angesichts der Zahlen für die ersten sechs Monate 2007 war noch eine Zunahme befürchtet worden.

In sechs Bundesländern gab es mehr Verkehrstote als im Vorjahr: So nahm die Zahl in Bremen um 19 Prozent zu, im Saarland um 11, in Bayern um 8,9, in Hamburg um 7,1, in Niedersachsen um 4,5 und in Brandenburg um 0,4 Prozent.

Prozentual am stärksten zurück ging die Zahl der Verkehrstoten in Berlin (minus 24 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (minus 22 Prozent) und in Rheinland-Pfalz (minus 18 Prozent).

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sprach von einem Erfolg dank umsichtigerer Fahrweise. „Allerdings ist jedes Opfer im Verkehr eines zu viel", sagte er. Vor allem gegen die hohe Zahl an Motorradunfällen solle mehr Aufklärung helfen.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) wies darauf hin, dass die Zahl der Verletzten immer weiter steige. „Da sollten eigentlich die Alarmglocken schrillen", sagte der stellvertretende VCD-Vorsitzende Hermann-Josef Vogt. Er verlangte Tempolimits: 120 km/h auf Autobahnen, 90 auf Landstraßen.