Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (B.A.D.S.) will Rad- und Kraftfahrer gleichstellen

Die am 24. Mai von den Innenministern der Länder ausgesprochene Empfehlung, die Promillegrenze für alkoholisierte Radfahrer auf 1,1 Promille abzusenken, geht dem Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr nicht weit genug.

Zwar begrüße man den Willen der Politik, die Unterschiede in der strafrechtlichen Bewertung alkoholisierter Teilnehmer am Straßenverkehr aufzuheben, dabei dürfe aber nicht zu zaghaft vorgegangen werden, sagte das Vorstandsmitglied des B.A.D.S., Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Oldenburg, Gerd Weinreich. „Das Lenken eines Fahrrads unter Alkohol ist nicht weniger gefährlich als das Lenken eines Kraftfahrzeuges. Es ist daher angebracht, die gleichen Anforderungen an die Verkehrsteilnehmer zu stellen. Die logische Folgerung ist also, die Grenze auf 0,5 Promille abzusenken“.

Der B.A.D.S. appelliere deshalb an die zuständigen Justiz- und Verkehrsminister der Länder, den zurzeit nur auf Kraftfahrer beschränkten Paragraph 24a StVG entsprechend auszuweiten. „Dies würde für alkoholisierte Radfahrer bedeuten, dass sie wie Autofahrer mit einer Geldbuße belegt werden, wenn sie das Rad mit mehr als 0,5 Promille lenken“, so Gerd Weinreich weiter.

Die aus dem Jahre 2011 bekannten Unfallzahlen von Radfahrern unter Einfluss von Alkohol seien mit 3725, erschreckend hoch, so dass dringender Handlungsbedarf bestehe.

Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr wurde 1950 gegründet. Nach der Satzung des gemeinnützigen Vereins gehören zu seinen Aufgaben unter anderem die Aufklärung über die Gefährlichkeit von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr und die Förderung der Forschung auf diesem Gebiet. Der Schwerpunkt seiner Erziehungs- und Aufklärungsarbeit wird von 21 Landessektionen getragen. Er finanziert seine Arbeit hauptsächlich aus den von Staatsanwaltschaften und Gerichten zufließenden Geldbußen, Spenden und aus Mitgliedsbeiträgen.

Quelle: Pressemitteilung B.A.D.S.

Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (B.A.D.S.) will Rad- und Kraftfahrer gleichstellen

Die am 24. Mai von den Innenministern der Länder ausgesprochene Empfehlung, die Promillegrenze für alkoholisierte Radfahrer auf 1,1 Promille abzusenken, geht dem Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr nicht weit genug.

Zwar begrüße man den Willen der Politik, die Unterschiede in der strafrechtlichen Bewertung alkoholisierter Teilnehmer am Straßenverkehr aufzuheben, dabei dürfe aber nicht zu zaghaft vorgegangen werden, sagte das Vorstandsmitglied des B.A.D.S., Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Oldenburg, Gerd Weinreich. „Das Lenken eines Fahrrads unter Alkohol ist nicht weniger gefährlich als das Lenken eines Kraftfahrzeuges. Es ist daher angebracht, die gleichen Anforderungen an die Verkehrsteilnehmer zu stellen. Die logische Folgerung ist also, die Grenze auf 0,5 Promille abzusenken“.

Der B.A.D.S. appelliere deshalb an die zuständigen Justiz- und Verkehrsminister der Länder, den zurzeit nur auf Kraftfahrer beschränkten Paragraph 24a StVG entsprechend auszuweiten. „Dies würde für alkoholisierte Radfahrer bedeuten, dass sie wie Autofahrer mit einer Geldbuße belegt werden, wenn sie das Rad mit mehr als 0,5 Promille lenken“, so Gerd Weinreich weiter.

Die aus dem Jahre 2011 bekannten Unfallzahlen von Radfahrern unter Einfluss von Alkohol seien mit 3725, erschreckend hoch, so dass dringender Handlungsbedarf bestehe.

Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr wurde 1950 gegründet. Nach der Satzung des gemeinnützigen Vereins gehören zu seinen Aufgaben unter anderem die Aufklärung über die Gefährlichkeit von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr und die Förderung der Forschung auf diesem Gebiet. Der Schwerpunkt seiner Erziehungs- und Aufklärungsarbeit wird von 21 Landessektionen getragen. Er finanziert seine Arbeit hauptsächlich aus den von Staatsanwaltschaften und Gerichten zufließenden Geldbußen, Spenden und aus Mitgliedsbeiträgen.

Quelle: Pressemitteilung B.A.D.S.